Juchu! Es ist kaum zu glauben…

…aber gestern hatten wir endlich mal wieder einen richtig herrlichen Sommertag. In diesem Jahr haben diese Tage ja leider Seltenheitswert. Und um sie perfekt zu nutzen müsste man eigentlich von morgens bis abends etwas unternehmen. Eine Radtour machen, schwimmen, paddeln… und abends dann noch in den Biergarten. Puh! Ganz ehrlich? Das ganze Sportgedöns ist nix für mich. Das lass ich mal weg. Ich geh‘ lieber gleich in den Biergarten. Am liebsten mit dem Lieblingsfranken? Aber da ist momentan gar nicht dran zu denken.

Bei uns herrscht ja immer noch der Dauerbelagerungszustand durch die Siebngscheida und die Oma. Und ich sag’s euch, die Oma, die ist so launisch wie der Sommer. Freilich, wir könnten uns klammheimlich durch den Hinterausgang davon schleichen. Hatten wir auch schon mal versucht, ging aber voll daneben. Da hast du einfach null Chance. Die Oma hat ja Augen und Ohren wie ein Luchs. Man kann ihr einfach nix vormachen.

Also dann auf in den Biergarten nach Reckendorf

Weil Reckendorf sozusagen um die Ecke liegt, machen wir uns zu Fuß auf den Weg, inklusive unserer „Dauerbelagerung“. Bei dem herrlichen Wetter eine Superidee. Eigentlich. Wir sind noch nicht weit gelaufen, da geht es schon los. „Ich hob vergessn die Herdpladdn auszuschalten“, ist sich die Oma sicher. Glücklicherweise weiß die Siebngscheida aber ganz genau: „Nein, hast du nicht, der Herd ist aus!“

Da tut die Oma ganz beleidigt: „Du hast doch kaa Ahnung was in der Küchn vor sich geht“. Yepp, stimmt, muss ich ihr recht geben. Aber: „Der Herd ist aus! Ende!“, melde ich mich schnell zu Wort. Pah, nix Ende. „Woher willst du des wiss‘, wie a eingeschalten Herdpladdn aussieht?“, gibt die Oma  bissig zurück. Ohhhh… schluck… okaaaay… schluck… tief einatmen… und: „Na ja, soweit sind wir ja jetzt noch nicht gelaufen“, sag ich beschwichtigend und so ruhig wie möglich, „gehen wir halt wieder zurück“. Die Oma ist zufrieden. Die Siebngscheida macht ein pampiges Gesicht. Die hatte sich schon so auf den Biergarten und die Abwechslung gefreut. Hiiiilfe… 

Die Oma bleibt daheim

Sie sitzt vor dem Fernseher und schmollt. Irgendwie kommt sie nicht klar damit, dass die Herdplatte nicht eingeschaltet war. Nun denn. Das ist dann ihr Problem. Der Lieblingsfranke, die Siebngscheida, das Hundemäuschen und ich machen uns wieder auf den Weg. Ihr solltet mal sehen wie schnell wir uns aus dem Dunstkreis der Oma fortbewegen.

Im Biergarten lassen wir uns eine total leckere Brotzeit schmecken und trinken unser Seidla. Das Hundeschätzchen kriegt seine Wurscht. Alles gut! Die Siebngscheida wird jetzt auch ganz schnell wieder munter und läuft zur gewohnten Höchstform auf. Stolz präsentiert sie uns ein Rätsel: „Was heißt eigentlich Lääwaaafn?“ Och nö. Nach dem Knatsch mit der Oma wird es jetzt so richtig kompliziert. Also, der Lieblingsfranke und ich haben absolut keine Ahnung, was das sein könnte und ganz ehrlich? Wir wollen jetzt ganz in Ruhe unser Bier trinken und die tolle Atmosphäre im Garten genießen.

Ach bitte, helft ihr uns doch. Ihr kennt sie ja die Siebngscheida. Sie kann so ungehalten sein, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Wisst ihr was Lääwaafn bedeutet?

Wenn ihr dann noch Lust zum Raten habt, schaut euch mal dieses Rätsel an: Fränkisch für Fortgeschrittene.

Also dann, ade und viel Spaß beim Raten!

Kontakt: Familie Dirauf I Mühlweg 8 96182 Reckendorf I Tel.: 09544 94950 I Website: www.gasthaus-schlossbraeu.de  I Email: info@gasthaus-schlossbraeu.de