Schon wieder ein Frankenkrimi, denke ich mir, als meine Liebste mich bittet, das Buch von Franz-Josef Körner „Galgenfuhr“ vorzustellen. Ich bin ja ein großer Fan von Krimis aus dem Frankenland. Mir gefällt es, wenn die Geschichten in und um Bamberg spielen. Hier kenne ich die Lokalitäten bestens – das Gehirn fährt auf der Karte quasi mit. Doch gerade passt mir das überhaupt nicht, denn eigentlich wäre für mich ein Sachbuch an der Reihe. Fotografie ist auf meiner Prioritätenliste aktuell nämlich ganz weit vorne. Doch was tut man nicht alles aus Liebe… Und schon steckt die Nase zwischen den Seiten.

Galgenfuhr - Hauptkommissar Killer

Spannung von Anfang an

Geheimnisvoll beginnt es mit einem Liebesbrief aus der Vergangenheit. Doch schnell entwickelt sich das Buch zu einem spannenden Krimi. Hauptkommissar Killer, der aus der Gereuth stammt (einem nicht unbedingt bevorzugten Wohngebiet Bambergs) und dessen Namen allein schon für Verwirrung sorgt, kämpft an vielen Fronten gleichzeitig.

Seine neue Chefin, die sehr attraktive Polizeipräsidentin, bringt ihn aus seinen privaten „Baustellen“ – Spielsucht, Geldprobleme, die zurück gekehrte Ex-Freundin und eine unternehmungslustige, demente Mutter –  immer wieder zurück zu koordinierter Arbeit. Dies ist auch zwingend nötig. Denn im ehemaligen Bärenzwinger auf der Altenburg in Bamberg passiert ein außergewöhnlicher Mord.

Galgenfuhr - Kommissar Killer

Als Hauptkommissar Killer erkennt, dass der Tote ein Mitglied seiner früheren Jugend-Gang aus der Gereuth ist, wird es immer undurchsichtiger. Es scheint zunächst keine Lösungsansätze für den Fall zu geben. Erst durch einen umfangreichen DNA-Test wird eine am Mord beteiligte Person ermittelt.

Ebenso recherchiert das Team“ Bärenzwinger“ Geschäftsbeziehungen des Ermordeten mit der zwielichtigen Firma DEIMU. Deren Geschäftsführer und seine aufgetakelte Sekretärin verhalten sich äußerst widersprüchlich. Verbindungen zu der deutschen Sekte „Colonia Dignidad“ in Chile geraten dabei ebenfalls ins Visier der Ermittler.

Galgenfuhr - Hauptkommissar Killer

Die Kettenbrücke in Bamberg ist ein weiterer Tatort für einen Ritualmord

Hauptkommissar Killer kämpft an allen Fronten

Der Online-Spieler „Moneymaker“ zieht Killer bei seinen nächtlichen Pokerrunden immer tiefer in den Schuldensumpf. Bei einer waghalsigen Rettungsaktion seiner mal wieder aus dem Pflegeheim entlaufenen Mutter zerstört Hauptkommissar Killer nicht nur die Fähre zur Villa Concordia, sondern auch eine venezianische Gondel.

Eingefügte Rückblenden geben Einblicke in die Biografie, die Gedankenwelt und die Psyche von Hauptkommissar Killer. Sein unkonventionelles Handeln wird dadurch verständlich. Mehr wird jetzt aber nicht mehr verraten. Den Rest müsst ihr selber rausfinden… Ach, eine Sache noch: Wusstet ihr, dass „Galgenfuhr“ nicht nur Titel des Buches ist, sondern dass es sich dabei um eine Straße in Bamberg handelt? Dieser Weg erinnert an ein dunkles Kapitel der Stadt. Er führte die zum Tode Verurteilten vom Hochgericht zu ihrem Richtplatz. Und genau hier kommt es zum großen Finale. 

Galgenfuhr

Trotz der Vielschichtigkeit der Handlung, lässt sich das Buch gut lesen. Es sprüht vor Spannung. Ich habe dem nächsten Ereignis direkt entgegen gefiebert. Und das wünsche ich euch auch: Spannende Unterhaltung! 

Also dann, ade und bis bald!

Der Autor:

Franz-Josef Körner

Franz-Josef Körner wurde 1958 in Bamberg geboren und studierte an der Universität Würzburg die Fächer Englisch und Sport. Er war Lehrer an verschiedenen Gymnasien in Oberfranken, ehe er nach Kaufbeuren zog. Im Jahr 2004 erschien sein erster historischer Roman Der Domreiter. Seitdem hat er mehrere historische Romane veröffentlicht. Galgenfuhr ist der neueste Krimi des Autors Franz-Josef Körner.

Den Frankenkrimi Knochenklau, der 2016 erschienen ist, hat Linda bereits im Lesestübla präsentiert. Lust einen Blick drauf zu werfen? Hier der Link:  https://meinfrankenblues.de/knochenklau/

Galgenfuhr

(c) emons verlag

Galgenfuhr

Franken Krimi
Broschur
384 Seiten
ISBN 978-3-7408-0272-1
Euro 12,90

https://www.emons-verlag.de/programm/galgenfuhr

 

 

{Ich mache Werbung! Und das macht mir großen Spaß. Weil ich für die wohl schönste Region Deutschlands werbe – für Franken.

Fränkische Biergärten, Keller und seine urigen Wirtshäuser haben es mir angetan. Und die Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen. Sie erzählen, wie sie es schafften ihren Traum von der Selbstständigkeit zu verwirklichen. Und nicht zu vergessen, die fränkische Literatur. Querbeet durch alle Genres.

Darüber schreibe ich aus Überzeugung. Unbezahlt. Was ich davon habe? Es macht mir riesigen Spaß, die wundervolle Region, in der ich glücklich bin, zu repräsentieren!}