Fränkische Mundart

Unfassbar! Da will die Oma doch tatsächlich, dass ich lerne, wie man fränkische Gerichte kocht. ICH! Tse, wo ich doch schon mit einem einzigen Topf auf dem Herd völlig überfordert bin. Na, und außerdem würde sich auch niemand in der Familie beschweren, wenn die Oma weiterhin jeden Tag ein leckeres Essen für uns zaubert. Warum um Himmelswillen muss ich da jetzt auch noch ran?

Die Erklärung der Oma ist denkbar einfach: „Du willst a Fränkin wern, also mussd aach wiss, wie a guda fränkischer Sauerbroden geht, mit Wirsching und Klöß!“ Dabei schaut sie mich mit einem Blick an, der absolut keinen Widerspruch duldet.

Seufz… dieser Argumentation habe ich nichts entgegenzusetzen. Ich esse ja für mein Leben gern und ich liebe fränkisches Essen. Aber muss ich es deshalb auch gleich kochen? Hach… jetzt sitze ich ganz schön in der Patsche.

Fränkische Mundart und Kochen – eine Herausforderung!

„Etzerd bringsd mer erschd amol a Rutschala“, fordert mich die Oma auf. Na, klasse… fränkische Mundart. Was bitteschön ist ‘a Rutschala‘? Das fängt ja richtig gut an. Und nun? Jetzt hab ich nicht nur mit dem Kochen ein Problem, jetzt gibt es auch noch Verständigungsprobleme. Ist echt nicht mein Tag. Die Oma will ich nicht fragen. Denn wenn ich’s mir jetzt mit ihr verderbe, will sie vielleicht überhaupt niemals wieder für uns kochen. Das wär der absolute Supergau – wo es doch so gut bei ihr schmeckt. Nicht auszudenken!

Juchuu! Da kommt meine Rettung lässig um die Ecke geschlendert: Der Lieblingsfranke! Er erklärt mir, dass in Franken ‘a Rutschala‘ ein kleiner Kochtopf ist. Also echt, da wär ich im Leben nicht draufgekommen. Hättet ihr es gewusst?

Tja, und ich kann mich jetzt ganz entspannt mit dem Rutschala in die Obhut der Oma begeben. Uff. Welche Überraschungen mich jetzt wohl noch erwarten?

Wenn ihr mögt, schaut gerne noch in diese kleinen und großen ‘Dramen’ mit der Siebngscheida und der Oma. Viel Spaß dabei!

Verratet mir gerne eure fränkischen Lieblingswörter. Schreibt sie in die Kommentare. Ich freu mich drauf. Werft auch noch einen Blick auf die fränkische Sprachgeschichte.

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