Ja, Bruder mein! Su a Honnamöffel…!“, empört sich ein Gast lautstark an unserem Nachbartisch. Wir sitzen gerade beim Mittagessen im Gasthaus und ich genieße eine leckere Gänsebrust mit Kloß und Blaukraut. Erschrocken schau ich von meinem Essen auf… Nanu, was ist denn da los? Gaaanz unauffällig dreh ich mich in die Richtung, aus der die Misstöne kommen…

Oha… ist der Mann sauer!

Mit hochrotem Kopf und wild gestikulierend beschwert sich unser Tischnachbar bei seiner werten Frau Gemahlin. Offenbar wurde er von einem anderen Gast voll angerempelt, gerade als er Platz nehmen wollte. Hei, und was macht der Verursacher? Der läuft doch glatt weiter, so als wär‘ absolut nix passiert. Nicht mal entschuldigt hat er sich.“Der Honnamöffel, der!“ So jedenfalls echauffiert sich unser Nachbar…

Irritiert schau ich meinen Liebsten an…

Tja, was sagt man jetzt dazu? Na, nix! Weil, davon lassen wir uns doch den Appetit nicht verderben, gell. Nur, was ist jetzt ein „Honnamöffel“? Also ich muss schon sagen, der Franke ist und bleibt für mich ein Faszinosum. Denn, wenn es darum geht, seinen Unmut zu artikulieren, lässt sich die wortkarge Spezies doch tatsächlich zu den fantasievollsten Wortkreationen hinreißen. So liebenswert…

Und um es nun endlich auf den Punkt zu bringen: Ich weiß, was ein „Honnamöffel“ ist. Meine bessere Hälfte hat es mir verraten. Aber weißt du es auch?

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