„Ich bin doch kaa Ufflood!“, sagt mein Lieblingsfranke zu seiner Schwester beim Sonntagskaffee. Sie meinte nämlich, er könne sich doch noch „a driddes“ Stückla Torte gönnen. ‚Des bisslerla‘ würd ihm doch ned schaden. Ups. Also, wenn ich mir meinen Schatz so von der Seite betrachte, finde ich nicht, dass er so aussieht, als würde er gleich vom Fleisch fallen. Aber Herrschaftszeiten – leben und leben lassen, gell.

Fränkisch für Anfänger – Was ist mit Ufflood gemeint?

Das Wort kenne ich nicht. Dabei bilde ich mir ja ein fast jedes fränkische Wort zu verstehen. Doch momentan stehe ich auf dem Schlauch. Ich versteh nämlich rein gar nix… Außer dass es was mit drei Stückchen Torte zu tun hat. Ach, wie gut, dass es liebe Verwandte gibt. Meine Schwägerin hat mir dann auch direkt die Bedeutung des Wortes erklärt. Also ich weiß es jetzt. Es ist fränkisch für Anfänger. Und ihr, wisst ihr es auch?

Die Siebngscheida hat keine Ahnung was ein Ufflood ist. Und tut jetzt auch ganz beleidigt, weil ich es ihr nicht verraten will. Sie bockt so was von rum… aber so kennen wir sie ja. Pfff… Zimtzicke! Hach, aber na gut, dann lass ich mich halt erweichen. Sie kann ja so penetrant sein. Und dafür fehlen mir jetzt einfach die Nerven. Das versteht ihr doch, oder?

Die Auflösung:

Ein Ufflood ist ein Vielfraß oder ein Nimmersatt! Einer der den Hals einfach nicht voll bekommt. So hat es mir meine Schwägerin erklärt. Hach, und ich bin beruhigt. Denn zu dieser Kategorie gehört mein lieber Schatz nicht. Er ist definitiv kein Ufflood!

Also dann, ade und bis zum nächsten Mal.