Helau, ihr Lieben! Genießt ihr die närrische Zeit auch so sehr wie ich? Also ich als gebürtige Rheinlandpfälzerin bin eine „Närrin“ durch und durch. Ich finde es toll, mich zu verkleiden und den Fasching zu zelebrieren. Tja, das fällt dieses Jahr aus, weil uns ein winziges Virus das Leben so richtig schwer macht. Nichtsdestotrotz: Ich versüße mir die fünfte Jahreszeit auch ohne das närrische Treiben traditionell mit leckeren Hefekugeln – fränkische Faschingskrapfen! Selbst gemacht. Versteht sich.

Das, was die fränkischen Faschingskrapfen so besonders macht, ist die Füllung mit Hiffenmark (Hagebuttenmarmelade). Das schmeckt so unglaublich gut! Nur ist mein Do-it-yourself-Plan leider nicht so ganz aufgegangen. Denn backen ohne Backerfahrung, tja, das ist schon eine ganz eigene Nummer… Offenbar hatte ich das Fett zum Ausbacken der Krapfen viel zu stark erhitzt, weshalb die Teigkugeln zu schnell zu dunkel wurden. Die ersten Portionen dagegen waren perfekt. Die haben megalecker geschmeckt.

Na ja, und weil ich mich so schwer damit getan hatte, wollte ich die ganze Aktion eigentlich unter den Tisch fallen lassen. Aber vielleicht sind unter euch ja geübte Bäckerinnen und Bäcker, die Lust dazu haben, das leckere Rezept nachzubacken. Meine fränkischen Faschingskrapfen mit Schritt-für-Schritt Anleitung möchte ich euch deshalb nicht vorenthalten. Also ich für meinen Teil traue mich da erst mal nicht mehr ran. Hm… vielleicht im nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: Helau! Mal sehen…

Die Zutaten für ca. 12 Krapfen:

500g Mehl
20g Hefe
100g Butter
1,5 EL Zucker
½ EL Salz
2 Eier
1 Eigelb
250 ml Milch
1 Glas Kirschwasser oder Rum (optional)

Zum Ausbacken 500 – 1000 g Fett z.B. Butterschmalz oder Pflanzenöl

Für die Füllung:
Hiffenmark (Hagebuttenmarmelade) Puderzucker oder Zucker

Zutaten Fränkische Faschingskrapfen

Fränkische Faschingskrapfen – So geht’s!

Die zimmerwarmen Zutaten in eine Schüssel geben und gut durchkneten.

Hefeteig gehen lassen

Den Hefeteig in der Schüssel – zugedeckt mit einem Küchentuch – an einem warmen Ort eine Stunde gehen lassen. Ich habe meinen Teig in den Backofen gestellt, damit er keinen Zug bekommt.

Dann den Teig auf einer bemehlten Fläche noch einmal gut durchkneten und dann 2 – 3 cm dick ausrollen.

Faschingskrapfen ausstechen

Mit einem Glas runde Stücke ausstechen. Die Teigkrapfen wieder unter einem Geschirrtuch ca. 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit in einem großen Topf Fett erhitzen. Ich habe mich für Butterschmalz entschieden, hatte aber nicht bedacht, dass dieses Fett schnell verbrennt, wenn es zu stark erhitzt wird. Also wenn ihr euch auch für Butterschmalz entscheidet, dann solltet ihr unbedingt darauf achten, dass das Fett nicht zu heiß wird.

Krapfen ausbacken

Jetzt die aufgegangenen Teigkrapfen ins Fett legen und zugedeckt backen lassen. Nach einigen Minuten, wenn die Unterseite goldgelb ist (ca. 3 – 4 Minuten) den Deckel abnehmen und die Krapfen wenden.

Nun die andere Seite ebenfalls ein paar Minuten backen lassen. Diesmal ohne Deckel. Wenn die Krapfen in der Mitte einen hellen Ring zeigen, sind sie fertig.

Die heißen Krapfen auf einem mit Küchenkrepp belegten Kuchengitter abkühlen lassen. Tadaa… und nun kommt das beste: Die noch warmen Krapfen werden mit Hilfe einer Krapfenspritze mit leckerem fränkischem Hiffenmark gefüllt. Wenn die Krapfen vollständig ausgekühlt sind, werden sie noch mit Puderzucker oder feinem Haushaltszucker bestreut. Und dann lasst sie euch schmecken!

Aan Gudn!

Mehr über die Entstehungsgeschichte des leckeren Hefegebäcks erfahrt ihr hier.

Fränkische Faschingskrapfen