Was ich heuer awengla in meinem Urlaub gemacht habe?

Ich habe weder die Berge noch das Meer gesehen. Auch keinen fränkischen Biergarten. Und ich habe auch nicht einfach mal nur die Seele im heimischen Garten baumeln lassen. Nein! Du wirst es kaum glauben, aber mein Liebster und ich haben zwei Wochen lang Tag für Tag im Werkraum und im Garten gestanden, um für’s Enggela (Enkelchen) ein Gartenhäuschen zu errichten. Und es ist voll schön geworden. Ach, was hatten wir einen Spaß! Ich sag’s dir, das war Urlaub mal ganz anders…

Gartenhäuschen

Ein Gartenhäuschen freut sich auf seinen neuen Besitzer

Eigentlich sollte es ja ruckzuck gehen. Deshalb haben wir uns das Gartenhäuschen fix und fertig zugesägt als Bausatz gekauft und frei Haus liefern lassen. Schnell in die Arbeitsklamotten, die Teile ausgepackt, zusammengeschraubt und fertig ist die Hütte – das war der Plan. Aber denkste. Bei näherem Betrachten sind wir uns einig: Den seltsamen grünbraunen Farbton des Holzes kann man den Augen eines kleinen Entdeckerjungen einfach nicht zumuten. Geht nicht!

Gartenhäuschen

Also gut. Dann wieder raus aus den Arbeitsklamotten. Ab in den Baumarkt. Farben raussuchen. Mischen. Wieder rein in die Arbeitsklamotten. Gefühlte 500 große und kleine Teile streichen, innen und außen – meine Aufgabe. Derweil mein Schatz den Untergrund für das gute Stück im Garten vorbereitet. Es muss ja schließlich alles in der Waage sein, gell. Jetzt wird geschraubt, genagelt und gehämmert. Mühevoll das Dach mit Schindeln aus Dachpappe eingedeckt. Und das beste am Schluss: Ein wunderschönes Detail ziert das einzige Fenster im Häusla – a Blumenkässdla. Mein Liebster hat es sich ausgedacht und gezimmert. Sooo schöööön.

Gartenhäuschen

Ene Mene Mäuschen… Fertig ist das Gartenhäuschen!

Juchuuu… und jetzt kann er kommen, der kleine Räuber und sein erstes Häusla mit Leben füllen. Pah, Urlaub! Was ist schon ein Urlaub gegen strahlende Kinderaugen?

Gartenhäuschen

Kleiner Junge sooo happy!

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