Wow! Das ist ja mal ein Erstlingswerk. Gleich auf den ersten Seiten geht es in dem Frankenkrimi „Drudenholz“, von Dominik Heinz zur Sache:

In der armseligen Hütte fanden sie, teils in Kisten, teils auch vergraben, die zerteilten Überreste mehrerer Leichen. Diese stammten allem Anschein nach von mehreren Straßen- und Strichjungen, die der Mörder erschlagen und zu Wurst, Sülze oder Pasteten verarbeitet hatte“ … (Drudenholz, Seite 8) 

Ganz schön gruselig, gell. Aber keine Sorgen, ihr Lieben. Denn dieser Fall eines fahrenden Metzgers ist aufgeklärt. In seinem Büro im Nürnberger Polizeipräsidium lässt Kriminalassistent Max Reinhardt die Fakten nochmal für seinen Bericht Revue passieren. Und dann geschieht es. Andere Bilder drängen sich mit voller Wucht in sein Bewusstsein. Zwei Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges verfolgen den jungen Kriegsveteranen noch immer die erlebten Gräuel in den Schützengräben. Unvermittelt ergreifen sie Besitz von ihm – bringen ihn zurück in die Hölle. 

Auch der neue Fall, der ihn mit seinem Chef, Hauptkommissar Paul Ebertz ins mittelfränkische Pegnitztal führt, wird von den bedrückenden Erinnerungen wie ein „deja vu“ begleitet.

Pegnitztal_Pegnitz

Schauplatz Pegnitztal

Im Herbst 1920 werden in einem kleinen Dorf im malerischen Pegnitztal ein Bauer und sein Sohn bestialisch ermordet. Ein Motiv ist zunächst nicht ersichtlich. Beide Männer leben allein auf dem Hof. Allerdings tuscheln die Leute im Dorf, Vater und Sohn hätten einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. 

Pegnitztal bei Vorra

Rätselhafte Symbole

Die ermittelnden Polizisten finden in der Nähe des alten Bauernhauses einen Platz, mit einem Steinkreis in der Mitte. Seltsam angeordnete Symbole untermauern den Dorftratsch. Alles deutet auf eine spirituell motivierte Tat hin. Ist tatsächlich schwarze Magie im Spiel? Doch die Kommissare lassen sich davon nicht blenden. Sie zweifeln an der Theorie, Vater und Sohn könnten einem esoterischen Geheimbund angehört haben.

Fels bei Lungsdorf_Pegnitztal

Mysteriös und Sonderbar

Der Sohn, der als im Krieg gefallen galt, tauchte im Jahr zuvor plötzlich quicklebendig wieder auf. Hat die Ermordung der beiden vielleicht mit der unerwarteten Rückkehr des Totgeglaubten zu tun? Ein weit verzweigtes Grabensystem im Pegnitztal, eine sogenannte Schwedenschanze, gibt ebenfalls Rätsel auf. Hier finden die Ermittler weitere Spuren, die möglicherweise zu den Tätern führen. Dass es mehrere Täter waren, ist auf Grund der grausamen Verstümmelungen an den Opfern sicher. 

Rathaus in Hersbruck

Hersbrucker Rathaus mit hohem Turm

Bei seinen Recherchen in der Nürnberger Kaserne findet Max Reinhardt den Grund für den angeblichen Tod des Jungbauern heraus. Und nach einem blutigen Gemetzel in der Polizeistation in Hersbruck, das für Entsetzen sorgt, erhärtet sich ein schrecklicher Verdacht. Jetzt heißt es, einen mächtigen Gegner dingfest zu machen. Das führt die Ermittler an ihre Grenzen. So. Genug erzählt. Mehr wird jetzt nicht verraten.

Mehr als nur ein Krimi

„Drudenholz“ ist ein packender Debütroman, der die schwierigen Anfänge der Weimarer Republik sehr authentisch reflektiert. Ich habe mich vom Autor mitnehmen lassen in die junge Demokratie, die 1920 unter keinem guten Stern stand. Der repressive Versailler Vertrag, der das Ende des 1. Weltkrieges besiegelte, wurde von vielen als demütigend empfunden. Er hat die deutsche Gesellschaft gespalten. Die Stimmung ist düster – auch im Pegnitztal. Auf jeder Seite des Buches ist dieser Konflikt greifbar. 

Pegnitztal bei Vorra

Spannend und temporeich erzählt, ist „Drudenholz“ mehr als nur ein Krimi. „Drudenholz“ ist gut recherchierte Zeitgeschichte, mit stark gezeichneten Charakteren, die wunderbar in die raue Landschaft des fränkischen Pegnitztales passen. Die Geschichte könnte sich aber ebenso gut in jedem anderen Teil Deutschlands zugetragen haben. Die Fäden laufen an allerhöchster Stelle zusammen. Das Ende, ihr Lieben, das hat mich überrascht… hm, und auch wieder nicht. 

Lieber Dominik Heinz, Sie haben ein fesselndes Buch geschrieben. Das schreit nach einer Fortsetzung. Beeilen Sie sich. Bitte. Ich freue mich drauf!

Euch kann ich den Krimi wärmstens empfehlen. Wenn ihr gleich „loslesen“ wollt, schnuppert gerne in die Leseprobe. Das Buch könnt ihr gewinnen. Wie es funktioniert erfahrt ihr am Ende des Artikels. 

Also dann, ade und bis bald.

Über den Autor

Dominik Heinz (c) emons Verlag

Dominik Heinz wurde 1982 in Lauf an der Pegnitz geboren. Nach einem Architekturstudium lernte er das journalistische Handwerk in der Lokalredaktion der Hersbrucker Zeitung, wo er unter anderem auch als Gerichtsreporter arbeitete. Er lebt im Landkreis Nürnberger Land. 

 

 

 

 

Drudenholz von Dominik Heinz

(c) emons Verlag

Dominik Heinz
Drudenholz
Kriminalroman
Broschur
13,5 x 20,5 cm
256 Seiten
ISBN 978-3-7408-0450-3
soeben erschienen
Euro 10,90 [D] , 11,30 [AT]

 

Juchuuu! Der Zufallsgenerator hat entschieden:

Herzlichen Glückwunsch, Gisi!

Du bist die glückliche Gewinnerin von „Drudenholz“. Das unglaublich spannende Buch erhältst du in den nächsten Tagen. Ich wünsche dir jetzt schon ganz viel Spaß beim Lesen!

Danke an alle, die teilgenommen haben. Nicht traurig sein, beim nächsten Mal klappt’s bestimmt!

Ein herzliches Dankeschön geht an den emons Verlagder das Buch kostenlos zur Verfügung gestellt hat!

***Das Gewinnspiel ist beendet***

Das Buch könnt ihr gewinnen, wenn ihr die Frage richtig beantwortet:

In welchem fränkischen Tal spielt „Drudenholz“?

Das Gewinnspiel läuft ab Sonntag, 27.1.2019 und endet am Donnerstag, 31.1.2019, 23.59 Uhr.
Die Auslosung findet am Freitag, 1.2.2019 per Zufallsgenerator statt.
Der/die Gewinner/in wird am Samstag, 2.2.2019 auf dem Blog bekanntgegeben; ich versende das Buch per Post.
Das Buch „Drudenholz“ gibt es einmal zu gewinnen.
Bitte beachten: Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die persönlichen Daten werden ausschließlich für das Gewinnspiel verwendet (Benachrichtigung Gewinner per Mail) und anschließend gelöscht. Kein Werbeversand oder Abonnement eines Newsletters.

So, und jetzt schnell schreiben. Ich drücke dann mal ganz fest die Daumen!

Mein Lesetipp_Drudenholz

Habt ihr Lust auf mehr Frankenkrimi? Dann könnte euch Galgenfuhr, der Bambergkrimi mit Kommissar Killer auch gefallen.

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{Ich mache Werbung für die wohl schönste Region Deutschlands – für Franken. Darüber schreibe ich aus Überzeugung. Unbezahlt. Was ich davon habe? Es macht mir riesigen Spaß, die wundervolle Region, in der ich glücklich bin, zu repräsentieren!}