Cool… eine singende Kellnerin!

Das ist ja lustig. Also, mein Lieblingsfranke und ich sind in einem kleinen fränkischen Gasthof auf eine Brotzeit eingekehrt. Hei, und das mag man gar nicht glauben, da trägt die Kellnerin einen Brotzeitteller zum Nachbartisch und fängt dort tatsächlich das Singen an: „Dadidadeidadaa…“Huch… dann hört das Lied urplötzlich auf. Komisch. Und der Gast? Ja, der wundert sich kein bisschen. Der bedankt sich freundlich und macht sich eifrig und mit gesundem Appetit über seine Brotzeit her. WAS. WAR. DAS? Fragend schau ich meinen Lieblingsfranken an – und was macht der? Na, was wohl, er schaut genauso fragend zurück.

Komm, das bestellen wir uns auch!“

„Also, wir hätten gern zweimal das Gleiche, wie der Herr da am Nachbartisch“, gibt der Lieblingsfranke bei der Kellnerin unsere Bestellung auf. Ruckizucki ist sie wieder da, mit zwei Seidla und unserer Brotzeit. Mhm… Rinderhack mit Zwiebel und frischem Brot. Lecker. Vorsichtig trete ich meinem Liebsten unterm Tisch ans Bein und flüstere: „Jetzt singt sie gleich für uns…“ Tja, denkste. Sie stellt die Teller vor uns ab, wünscht „Aan Guudn“ und geht wieder. Häh? Das verstehe ich jetzt nicht! Warum singt sie nicht an unserem Tisch? Na gut, mag sein, dass sie ein wenig genierlich ist. Den Gast am Nachbartisch, den kennt sie jedenfalls. Mit dem plaudert sie nett rum. Man hört nur Dieter hier… und Dieter da… und uns lässt sie einfach links liegen. 

Wenn doch bloß die Siebngscheida da wäre. Die kleine Klugscheißerin, die hätte das sofort mal an Ort und Stelle geklärt. Aber die muss sich ja um die Oma kümmern. Weil, die geht immer noch bei uns ein und aus.

Aber vielleicht kennt ihr euch ja aus und könnt uns mal aufklären, was der seltsame Singsang der Kellnerin zu bedeuten hatte. Dadidadeidadaa…

Wenn ihr mehr über den fränkischen Dialekt lesen wollt, dann schaut euch auch noch die Sache mit der fränkischen Uhrzeit an. Die Franken sind schon ein sehr besonderes Völkchen. Wirklich wahr.

Also dann ade und bis zum nächsten Mal!