Als die Pandemie in Franken im Sommer eine Pause machte, haben wir kurzentschlossen die Gelegenheit genutzt und die beiden Städte Karlstadt und Lohr am Main besucht. Das Wetter hat an diesem Tag nicht so ganz mitgespielt. Es war zwar trocken, doch die meiste Zeit hatte die Sonne große Mühe sich durch eine dicke Wolkendecke zu kämpfen. Dennoch haben wir es sehr genossen wieder einmal unterwegs zu sein. Und wir hatten viel Spaß dabei, die beiden Ausflugsziele in Franken zu erkunden.Fachwerkstatt Karlstadt in Unterfranken

Karlstadt in Unterfranken

Karlstadt, die Kreisstadt des unterfränkischen Landkreises Main-Spessart, liegt rund 30 Kilometer nördlich von Würzburg im mainfränkischen Weinbaugebiet. Die romantische Stadt bezaubert mit seinen Türmen und Toren und kunstvollen Fachwerkfassaden.

 

Das Rathaus in Karlstadt

Auffallend ist das historische Rathaus aus dem Jahr 1422. Das spätgotische Gebäude mit seinem Treppengiebel ist dominierender Blickfang auf dem Marktplatz.

Eine weitere Besonderheit ist das “Schwedenmännle” ein kleiner holzgeschnitzter Trompeter. Karlstadts meist gehörter Musikant. Ihn haben die schwedischen Besatzer nach ihrem Abzug im Dreißigjährigen Krieg schlicht und ergreifend hier vergessen. So die Überlieferung. Seither ertönt vom Ausguck des Rathausgiebels mehrmals täglich sein Lied “Vom Barette schwankt die Feder”. Wir hatten das Glück mit den Trompetenklängen des kleinen Holzmännleins auf dem Marktplatz empfangen zu werden.

Impressionen Karlstadt

Auch Radfahrer und Wanderfreunde kommen in Karlstadt voll auf ihre Kosten. Die wunderschöne Landschaft der Umgebung lässt sich auf dem Mainradweg und den vielen Wanderwegen rund um die Stadt bestens erkunden.

Wir haben es an diesem Tag sehr genossen durch romantischen Gässchen Karlstadts zu schlendern, versteckte Winkel zu entdecken und dabei endlich mal wieder die Seele baumeln zu lassen.

Lohr am Main – Die MärchenstadtLohr am Main die Märchenstadt

Die Fachwerkstadt Lohr am Main liegt ebenfalls im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart. Sie liegt etwa auf halber Strecke zwischen Würzburg und Aschaffenburg.

Marktplatz Lohr am Main

Zur Märchenstadt wurde Lohr erst im Jahr 1986 erkoren. Denn da entdeckte der Apotheker und Historiker Dr. Karlheinz Bartels, auffallend viele Gemeinsamkeiten zwischen Lohrs Stadtgeschichte und dem Märchen ‘Schneeewittchen und die sieben Zwerge’. Somit müsste nach seinen Erkenntnissen Schneewittchen eine Lohrerin gewesen sein. Ihr Name: Freifräulein Maria Sophia Margaretha Catharina von Erthal. Hier erfahrt ihr mehr über die Entdeckungen des Historikers, die für seine These sprechen.

Die Gebrüder Grimm, Autoren des Märchens, verbrachten ihre Jugend im fränkischen Steinau im Spessart. Deshalb ist es naheliegend, dass es sich bei dem ‘Wilden Wald’ in dem Schneewittchen ausgesetzt wurde, um den Spessart handelt. Schneewittchens Fluchtweg führte höchstwahrscheinlich über einen alten Höhenweg, der als Schneewittchen-Wanderweg von Interessierten rund um Lohr erkundet werden kann.

Märchenstadt Lohr

Der Besuch der Märchenstadt hat uns viel Spaß gemacht. Wir haben ein lebendiges Städtchen erlebt, das eine Reise wert ist. Schmucke Häuser, Geschäfte, Cafés und Restaurants laden zum Bummeln und Verweilen ein.

Eine willkommene Abwechslung auch für die zahlreichen Wanderer und Radtouristen, die das zauberhafte Städtchen auf ihrem Weg durch den Spessart erkunden.

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