Brüllende Hitze…!

Heute ist mal wieder einer dieser schweißtreibenden Sommertage, an denen man sich am liebsten in den letzten Winkel verkriechen möchte, um nicht zu zerfließen. Verkriechen ist jedoch nicht mein Ding. Und da habe ich einen tollen Tipp für euch: Paddeln. Ich liebe es, obwohl ich ein großer Sportmuffel bin. Ihr glaubt ja nicht, wie viel Spaß es macht auf einem See oder Fluß mit dem Kajak unterwegs zu sein. Das ist großartig. Und genau das ist mein Plan für heute. Den Lieblingsfranken konnte ich ohne große Überredungskunst sofort für diese Idee begeistern. Wir haben unser Kajak ja schon eine ganze Weile nicht mehr bewegt, um so mehr freuen wir uns jetzt auf die bevorstehende Tour. Unser Ziel: Der Main-Donau-Kanal bei Bamberg.    

Das Boot wird startklar gemacht

Start beim Faltbootclub Bamberg

Also dann schnell das Zweierkajak aufs Autodach geschnallt, die Paddel im Auto verstaut und rein in die Neoprenhose. Oh oh…  die klemmt! Da hat sich offenbar etwas verselbstständigt, seit ich die wunderbare fränkische Küche genieße. Gewichtsmäßig, meine ich. Hach, aber Neopren ist ja flexibel. Kurz die Luft anhalten und schon sitzt alles dort wo es sein soll. Jetzt noch schnell das Hundemäuschen geschnappt und auf geht’s nach Bamberg. 

Paddeln mit Hund

Auf dem Main-Donau-Kanal

Auf dem Main-Donau-Kanal

Ist das herrlich! Endlich mal wieder auf dem Wasser! Unser Hundemäuschen sitzt das erste Mal in einem Boot. Keck reckt es das Näschen in die Höhe und schnuppert in alle Richtungen. Die Luft ist rein, das Abenteuer kann beginnen. Ein paar Paddelschläge und schon gleitet das Kajak lautlos durch das nasse Element. Nur leises Plätschern ist zu hören, wenn wir mit dem Paddel das Wasser kraftvoll nach hinten schieben. Schließlich wollen wir ja vorwärts kommen, gell.

Main-Donau-Kanal

Ufer vor der Mainmündung

„Ich glaub’s ja nicht. Schau mal, da vorne, ein Fischreiher!“, wisper ich ganz aufgeregt meinem Lieblingsfranken zu. Stolz und unaufgeregt steht der Riesenvogel am Rand einer Steinschüttung. Ohne das Paddel zu bewegen lassen wir uns mit dem Kajak ganz langsam auf den Vogel zu treiben.

Paddeln: Meine Freiheit 

Vielleicht hört es sich bescheuert an, aber auf dem Wasser habe ich das Gefühl völlig losgelöst zu sein von der Welt. Frei. Ein überwältigendes Gefühl. Die einzige Bodenhaftung ist das kleine Boot. Und dann ist da noch die Geschichte mit dem Partner. Denn zu zweit in einem Boot zu sitzen setzt großes Vertrauen voraus. Man muss sich bedingungslos aufeinander verlassen können. Schließlich geht es auch um Sicherheit. Wenn wir nicht im Takt bleiben, verlieren wir die Richtung. Auch Begegnungen mit großen Schiffen können ziemlich gefährlich werden. Da kann es nämlich passieren, dass die Wucht der Wellen, die so ein großes Schiff verursacht, das Kajak samt Paddler zum Kentern bringt. Puh, das ist uns bis jetzt erspart geblieben. Wir sind halt ein gutes Team.

Spaß beim Paddeln auf dem Main-Donau-Kanal

Vom Main-Donau-Kanal paddeln wir auf die Regnitz und dann noch ein kurzes Stückchen auf dem Main. Der Blick vom Wasser zur Landseite ist wunderschön. Unberührte Natur. Synchron tauchen unsere Paddel ins Wasser. Wir bestaunen die Landschaft, die langsam an uns vorüberzieht. Immer wieder entdecken wir Dinge, Kleinigkeiten, auf die wir uns begeistert aufmerksam machen. Ach, wie sehr ich es vermisst habe. 

Ein entspannender Sport

Seid ihr schon mal gepaddelt? Wenn ihr Wasser mögt, wird es euch ganz bestimmt gefallen. Probiert es doch mal aus. Paddeln ist ein Traum. Dabei hat es anfangs schon eine Weile gedauert, bis ich mich mit dem Kajak nicht mehr im Kreis gedreht habe. Und dann noch eine weitere Weile bis aus dem bedenklichen Kippeln des Bootes ein stabiles Fahren wurde. Fragt mal meinen Lieblingsfranken, der kann ein Lied davon singen. Aber seitdem liebe ich diesen Sport. Paddeln ist Entspannung pur. Wellness für die Seele sozusagen.

Wenn ihr mal Lust habt in ein Kajak zu steigen, dann könnt ihr euch z.B. beim Faltbootclub in Bamberg über’s Paddeln informieren. 

Also dann, ade und bis zum nächsten Mal.